Wichtige Fachbegriffe für LED-Technik

 Die LED-Technik ist unglaublich umfassend und jeden Tag scheinen mehr technische Fachbegriffe dazu zu kommen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht diese LED Fachbegriffe für Dich zusammen zu tragen und zu erläutern. Wenn Du irgendwelche Begriffe vermisst dann kannst du unserem Content-Team einfach einen Tipp geben (unter facebook@led-universum.de) und schon bald findest du die passende Begriffserklärung hier in dieser Sammlung. Wir danken Dir im Vorfeld schon für deine Mithilfe.

Abstrahlwinkel

Abstrahlwinkel bezeichnet den Winkel des Lichtaustritts aus dem Leuchtmittel. Eine Glühbirne strahlt Licht in alle Richtungen und damit möglicherweise auch dahin, wo es nicht unbedingt benötigt wird. Bei einer LED ist die Lichtabstrahlung auf einen bestimmten Bereich konzentriert. Beachten sie daher die Angaben zum Abstrahlwinkel beim Kauf einer LED-Lampe, um sicherzustellen, dass Sie die für Ihre Anwendung passende LED auswählen. Bei LED-Röhren liegt der Abstrahlwinkel je nach Bauart zwischen 90° und 180°, bei LED-Spots zwischen 30° und 60°, bei LED-Bulbs zwischen 60° und 270°. Daumenregel: Je höher die Lampe sitzt, desto geringer sollte der Abstrahlwinkel sein.

Anlaufzeit

Die Anlaufzeit gibt den Zeitraum an, indem ein Leuchtmittel eine bestimmte Helligkeit erreicht hat.

Arten der Grundbeleuchtung

Besonders für das visuelle Ambiente ist die Art der Beleuchtung von einer hohen Bedeutung. Die Grundbeleuchtung, auch Allgemeinbeleuchtung oder Raumlicht genannt, dient in Innenräumen der Orientierung. Das Zonenlicht, auch Platzbeleuchtung genannt, erhellt einzelne Bereiche. Wohingegen das Stimmungslicht das Ambiente im kompletten Raum beeinflusst.

Beleuchtungsstärke

Diese Kennzahl gibt an, wie viel Licht (bzw. Lichtstrom) auf eine bestimmte Fläche, meist Lumen je m2, fällt und wird in Lux (lx) angegeben. So sind Beispielsweise für das Arbeiten am Schreibtisch mindestens 500 Lux Beleuchtungsstärke erforderlich. Für das heimische Wohnzimmer sind hingegen 50 Lux ausreichend.

Candela

Candela (cd) bezieht sich auf die Lichtmenge welche von einer Referenzlichtquelle abgestrahlt wird. Vor 1979 entsprach ein Candela der Lichtstärke einer Kerze. Heute wird die Einheit Candela seltener benutzt.

CE

Die Kennzeichnung von Produkten mit dem CE Zeichen durch den Hersteller bedeutet, dass das Produkt den geltenden Anforderungen der Europäischen Union genügt. Die CE-Kennzeichnung ist weniger ein Verbrauchersiegel, im Sinne eines Prüfsiegels, sondern dient primär als Reisepass für die Mitgliedsstaaten der EU.

CRI

Color Rendering Index, siehe auch Farbwiedergabeindex

Degenerierung

Die Degenerierung bedeuted eine Veränderung der Leuchteigenschaften des Diodenkristalles. Bei der LED wird ein Kristall durch Gleichstrom zum Leuchten angeregt. Dieser kann, je nach den herrschenden Umgebungsbedinungen im Laufe der Zeit degenerieren bzw. seine Eigenschaften verändern. Dies führt zu einer Verringerung der Lichtleistung über die Lebensdauer durch die Bildung von Fehlstellen im Kristall. Bei Erreichen der Endlebensdauer muss damit gerechnet werden, dass das Leuchmittel nur noch 70% der Nennlichtleistung erreicht. Sollte die LED bei Temperaturen außerhalb des angegebenen Temperaturbereiches betrieben oder gelagert werden, kann eine Degenerierung beschleunigt werden.

Dimmbarkeit der Lichtleistung

LED-Lampen eignen sich nicht automatisch zum Dimmen der Lichtleistung und können bei Falschanwendung beschädigt werden. Alle unsere LEDs sind mit einem Symbol versehen, welches auf die Eignung zum Dimmen hinweist.

Farbtemperatur

Das Ambiente der Beleuchtung wird u.a. durch die Farbtemperatur definiert. Diese bezeichnet die Eigenfarbe des von Lampen abgestrahlten Lichts und wird in Kelvin (K) angegeben. Hintergrund dieser Kennzahl ist die Tatsache, dass weißes Licht aus einer Mischung von roten, blauen und grünen Farbanteilen besteht. Somit beschreibt die Farbtemperatur, wie bläulich bzw. gelblich das weiße Licht ist. Generell gilt: je bläulicher das Licht, desto höher ist die Farbtemperatur.

Die Wahl einer Lichtfarbe wird bestimmt durch den Anwendungsbereich, also die Frage, ob es um Arbeiten oder Chillen, um Kochen, Schminken oder Treppensteigen geht. Für gemütliches Licht im Wohnbereich werden warmweiße Lampen eingesetzt (unter 3.300 K), zum Arbeiten sollte Licht in neutralweiß (3.300 bis 5.300 K) oder tageslichtweiß (über 5.300 K) eingesetzt werden.

Farbwiedergabe

Diese ist neben anderen ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung des Sehkomfort. Eine gute Farbwiedergabe erleichtert das fehlerfreie Erkennen und Unterscheiden von Farbtönen. Entscheidender ist, wie das Raumklima und die Lichtstimmung empfunden werden. Wie gut Leuchten natürliche Farben wiedergeben wird im Farbwiedergabeindex Ra, international CRI, beschrieben. Dieser kann maximal den Ra-Wert von 100 annehmen. Dies bedeutet, dass bei einem Ra-Wert von 100 alle Farben optimal wiedergegeben werden.

RGB

Der RGB Farbraum definiert sich aus Rot-, Grün- und Blauanteilen. Die LED´s sind jeweils mit diesen drei Farben ausgestattet. Hier werden alle einzelnen Farben, auch das Neutralweiß, aus diesen gemischt. In Verbindung mit den Fotorezeptoren im Auge und der Verarbeitung im Nervensystem und im Gehirn hat dann jede Lichtfarbe eine bestimmte Charakteristik.

Warmweiß (ww)

Diese Lichtfarbe hat eine Farbtemperatur von 2700 K – 3200 K die Wirkung auf den Menschen bezeichnet man als gemütlich oder behaglich. Das Auge nimmt dieses Weiß als gelbliches Licht wahr.

Neutralweiß (nw)

Diese Lichtfarbe hat eine Farbtemperatur von 4000 K – 5000 K  und wird als Tageslichtweiß bezeichnet. Es hat einen künstlichen Charakter. Es wird als weißes Licht wahr genommen.

Kaltweiß (kw)

Diese Lichtfarbe hat eine Farbtemperatur von 5800 K – 8000 K. Es wirkt technisch, anregend und passt zu einfallendem Tageslicht. Das Auge nimmt dieses als tageslichtähnliches Licht wahr.

Gebrauchstauglichkeit    

Wenn es um die Sicherheit des Menschen bei der Installation und Betrieb geht, sind Schutzklassen und Sicherheitskennzeichen, wie VDE oder GS, zu beachten, die über die Gebrauchstauglichkeit informieren.

GS

Das GS Zeichen steht für geprüfte Sicherheit und bescheinigt dem Produkt, dass es den Anforderungen des Produktsicherheitsgesetzes (ProdSG) entspricht.

Hitzeentwicklung

LED-Lampen sind anfälliger gegen Hitze und verlieren bei zu hoher Betriebstemperatur an Leuchtstärke. Zusätzlich kann es zu einer Einschränkung der Lebensdauer kommen. LED-Universum stattet daher alle LEDs mit speziell entwickelten Kühlkörpern aus. Diese sorgen für ausreichend Abkühlung und sehen dabei auch noch gut aus.

IP Klassen

Sicherheit spielt eine große Rolle bei der Wahl der Beleuchtung. Dabei geht es um den Schutz der Elektronik vor dem EIndringen von Staub oder Flüssigkeiten in den Leuchtkörper. Dies ist besonders relevant bei Feucht- und Außenleuchten. Die IP Klassen (international protection code) bestehen aus zweistelligen, aufsteigenden Ziffernkombinationen. Die erste Ziffer gibt über die Dichtigkeit gegenüber Festkörpern wie Staub Auskunft. Die zweite Ziffer gibt die Dichtigkeit gegenüber Flüssigkeiten an.

Lebensdauer

Die Lebensdauer ist im Zusammenhang mit der LED Technik eine der größten Vorteile. Diese gibt an, wie lange das Leuchtmittel durchschnittlich leuchtet, bevor es ersetzt werden muss. Eine Standard Glühlampe hat eine Lebensdauer von rund 1000 Stunden. Dies entspricht bei einer durchschnittlichen Brenndauer von 3 Stunden pro Tag einer Lebensdauer von einem Jahr. Die Leuchtstoffröhre kommt auf 18.000 Stunden, und bei hochwertigen LED-Leuchten sind es bis zu 50.000 Stunden, was einer Lebensdauer von etwa 50 Jahren entspricht. Bei der LED heißt das nicht, dass nach 50.000 h nichts mehr leuchtet. Allerdings ist beim Lebensdauerende nur noch 80% bzw. 75% (je nach Standardtest) der Leuchtkraft der LED vorhanden.

LED

Abkürzung für Licht emittierende Diode (Light Emitting Diode), siehe unten.

Lichtstrom

Die Lichtleistung einer Lampe wird auch als Lichtstrom bezeichnet und beschreibt die von einer Lichtquelle in alle Richtungen abgestrahlte Leistung im sichtbaren Bereich. Gemessen wird der Lichtstrom in Lumen (lm). Zur leichteren Auswahl einer Lampe wird z.T. auf der Verpackung ein Vergleichswert in Watt angegeben. Dieser bedeutet, welcher klassischen Glühlampe das jeweilige Leuchtmittel entspricht.

VDE

Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

Vorschaltgeraet

Bei Gasentladungslampen und Leuchtstofflampen zur Strombegrenzung erforderliche Vorrichtung. Arten: Konventionelles Vorschaltgerät (KVG), Verlustarmes Vorschaltgerät (VVG), Elektronisches Vorschaltgerät (EVG).